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Kino der Moderne. Film in der Weimarer Republik

Januar 14-8:00 - März 24-19:00

Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Zum 100. Jubiläum der Weimarer Republik präsentieren die Bundeskunsthalle und die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen gemeinsam
eine Ausstellung zum Kino in der ersten deutschen Republik, die diese höchst produktive und kreative Zeit facettenreich wiederspiegelt. Die gut 14
Jahre zwischen 1918 und 1933 präsentieren sich aus heutiger Sicht als modern und wegweisend. Gleichzeitig wird der Film als wirksames Mittel für
gesellschaftliche und politische Einflussnahme entdeckt. Mitunter kündigen sich die Vorboten der nationalsozialistischen Folgezeit bereits an, etwa wenn es um
Sport und Körperkult geht.
Mode, Sport, Gender und Mobilität
Drei große Themenbereiche – Modernes Leben, Werkstatt Film und Im Kino: „Neues Sehen“ –
zeigen durch zahlreiche Filmausschnitte in drei Kinos, anhand von Plakaten, einer Set-Situation mit Kamerawagen und Scheinwerfern, mit
Drehbüchern, Originalkostümen, -fotos und -zeichnungen die Wechselwirkungen zwischen Kino, Kunst und Alltag.
Darin werden die Impulse und Diskurse, die vom Kino der Weimarer Republik ausgingen und bis heute nachwirken, in allen Facetten präsentiert: Mode und
Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen, Avantgarde, Vergnügen, Laster und Exotismus sowie die Popularität der Psychoanalyse und die
gesellschaftlichen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges spiegeln sich im Modernen Leben.
“Werkstatt Film” und “Im Kino: „Neues Sehen“” präsentieren in der Ausstellung das Kino, das in der Weimarer Republik zum Leitmedium aufsteigt. Die Zahl der
Lichtspielhäuser wuchs rasant. 1928 hatte sich die Zahl der Kinos in Deutschland gegenüber dem Jahr 1919 fast verdoppelt, es gab über 5000 Lichtspielhäuser, die jährlich 353 Millionen Menschen besuchten. Der deutsche Film hatte zu dieser Zeit Weltgeltung erlangt, Regisseure, Schauspieler erhielten
Engagements in Hollywood. Die deutsche Filmindustrie galt kurzzeitig als ernsthafte Konkurrenz zur US-amerikanischen.
Zugleich öffnet sich ein Experimentierfeld zu der Frage, was Film ist und was Film sein könnte. Ästhetische wie erzählerische Möglichkeiten werden erprobt
und filmische Konventionen geprägt. Somit bildet das Kino dieser Zeit die Keimzelle der heutigen Filmästhetik. Die ersten Theoretiker erklären den Film
zur siebten Kunst und sehen in ihm die einzige Kunstform, die der rasant fortschreitenden Modernisierung Ausdruck verleihen kann.
Im Blick: Frauen hinter der Kamera
Die Ausstellung präsentiert den Film in seinen Wechselwirkungen mit Literatur, bildender Kunst, Architektur und den gesellschaftlichen Entwicklungen. Ein
besonderes Augenmerk wird auf das vielfach in Vergessenheit geratene Schaffen von Frauen hinter der Kamera gerichtet. Zugleich wird das damalige
Kinopublikum in den Blick genommen. Denn die Reaktionen der zahlenden Zuschauer oder Filmkritiker tragen wesentlich zur Entwicklung der modernen
Filmsprache bei.
„Wie in einem Filmset beleuchtet die Ausstellung die rasante Entwicklung des Kinos in der Moderne und seinen enormen Einfluss auf die Künste, die
Gesellschaft und die die Alltagskultur: Großes Kino und eine Schule des neuen Sehens!“, so Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle.
Die Exponate stammen zu großen Teilen aus den Sammlungen der Deutschen Kinemathek in Berlin. Viele werden hier erstmals öffentlich ausgestellt und
durch zentrale Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzt.

 

https://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/kino-der-moderne.html

Öffnungszeiten

Montag geschlossen
Dienstag und Mittwoch
10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen*
*auch an Montagen

10 bis 19 Uhr
Das Dach ist bis zum Frühjahr geschlossen.
Karneval 2019
Weiberfastnacht
Freitag bis Sonntag
Rosenmontag
10 bis 18 Uhr
10 bis 19 Uhr
geschlossen

 

Die Kassen schließen jeweils 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeit.
Freitags für angemeldete Gruppen und Schulklassen ab 9 Uhr geöffnet (in den NRW-Ferien erst ab 10 Uhr).

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Details

Beginn:
Januar 14-8:00
Ende:
März 24-19:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Bundeskunsthalle
Friedrich-Ebert-Allee 4
Bonn, 53113
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Website:
https://www.bundeskunsthalle.de