Rahmenprogramm zu den Bonner Stummfilmtagen
Die Ära der Weimarer Republik gilt als „goldenes Zeitalter“ des deutschen Kinos. Doch das umfassende und beeindruckende Werk weiblicher Regisseurinnen, das in dieser Periode entstand, blieb über Jahrzehnte hinweg fast völlig unbeleuchtet. Historiker*innen, Wissenschaftler*innen, Archive, Museen und spezialisierte Filmfestivals, wie die Stummfilmtage, beschäftigen sich vermehrt damit, das weibliche Filmschaffen zu erforschen, zu restaurieren und sichtbar zu machen. Mit der Veröffentlichung des Buches Weimar, weiblich. Filmpionierinnen des Kinos der Moderne (1918-1933) wurden diese Bemühungen um ein wichtiges Werk ergänzt. Anlässlich dieser Publikation präsentieren wir vier Filme der Regisseurinnen Hanna Henning, Lotte Reiniger, Stella F. Simon und Ella Bergmann-Michel, die das DFF seit 2018 digitalisiert und restauriert hat. Zusammen mit Mitherausgeberin Daria Berten und Filmrestauratorin Anke Mebold führt Stummfilmtage-Kuratorin Eva Hielscher durch das Programm und stellt die Frauen hinter der Kamera vor. Dabei wird deutlich, wie umfangreich und vielfältig das Werk dieser (und anderer) Filmpionierinnen war.
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