John Höxter, 1884 bis 1938, entstammte einer Kaufmannsfamilie. 1905 zog er zum Besuch der Kunstgewerbeschule nach Berlin. Als expressionistischer Dichter und Graphiker erlangte er eine gewisse Popularität, an Zeitschriften wie „Aktion“ wirkte er mit. Mit dem Niedergang des Expressionismus und der Verfestigung seiner Morphiumsucht wurde er zu einer stadtbekannten Figur, Lebendinventar des „Romanischen Cafés“ und der Gegend rund um die Gedächtniskirche. Friedrich Hollaender besang ihn in einem Schlagertext als Schnorrerkönig und Pumpgenie. 1938 nahm Höxter sich nach den Novemberpogromen das Leben.

Im August 2016 veröffentlichte Jörg Aufenanger einen biographischen Essay unter dem Titel „John Höxter. Poet, Maler und Schnorrer der Berliner Boheme“ im Quintus-Verlag.

Besprechung von Christian Schröder im Tagesspiegel vom 27. Dezember 2016:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/buch-ueber-john-hoexter-das-herz-umklammert-meine-fuesse/19178428.html

1989 erinnerte „Die Zeit“ an Höxter:

http://www.zeit.de/1989/08/in-kuerze

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